Das Aus des Dollars kommt

In rund 25 Jahren könnte der US-Dollar als Status der weltweiten Reservewährung ausgedient haben. Zu diesem Ergebnis kam eine UBS-Umfrage, an der sich über 80 Staatsfondmanager sowie Zentralbankern und Staatsfondsmanagern beteiligten, welche zusammen über 8.000 Milliarden Dollar verwalten. Weit über die Hälfte der Umfrageteilnehmer rechnen damit, dass durch einen internationalen Währungskorb Ersatz vom Dollar gefunden wird. Die Banker waren in den Umfragen der vorangegangenen fünf Jahre noch in großer Mehrheit dahinter gestanden, dass der US-Dollar die weltweite Reservewährung bleibe. Durch die Umfrage ist wieder einmal deutlich geworden, dass das Misstrauen der Investoren in Bezug auf den Dollar wächst. Vor allem über die hohen Staatsschulden der USA machen sich die Experten große Sorgen. Auch das Vorgehen der Notenbank Fed bezüglich der Bilanzaufblähung mittels des Quantitative Easing wird mit großer Skepsis betrachtet. Damit ist die Vorgehensweise der Notenbank bezüglich des Kaufs von US-Staatsanleihen gemeint. Schon seit langem versuchen große Staatsanleihen-Inhaber des US-Dollars ihre Vorräte zu dezimieren. Von den im ersten Quartal dieses Jahres gewachsenen 200 Milliarden Dollar an chinesischen Devisenreserven sind bislang nur rund 25 Prozent in den Dollar geflossen. Damit hat die chinesische Regierung bereits seit längerem gedroht, da das Reich der Mitte scharfe Kritik an der Schuldenpolitik Amerikas übt. Auch zahlreiche Ökonomen diskutieren daneben seit Jahren über eine Abwendung vom Dollar. Diesbezüglich forderte der Weltbankpräsident Robert Zoellick im letzten Jahr die Einführung eines komplett neuen Weltwährungssystems mit unterschiedlichen Leitwährungen. Neben dem Euro, Dollar und Yen zählte er dazu auch das Pfund sowie den chinesischen Renminbi und das Edelmetall Gold. Auch die Handelsorganisation der Vereinten Nationen hat bereits im Jahr 2009 eine ähnliche Forderung gestellt.

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