Finanzen werden mobil
Die Mobilisierung der Daten wirkt sich zwangsläufig auch auf die Finanzwelt aus. Nachdem mittlerweile das Online-Banking so gut wie selbstverständlich geworden ist, gehen auch andere finanzielle Aktivitäten in die digitalisierte Welt über. Dies wäre unter anderem die NFC-Technologie, dessen endgültigen Durchbruch viele Branchenexperten schon vor mehreren Jahren vorausgesagt haben. In Großbritannien kann man mit einer speziellen Kreditkarte beispielsweise bei McDonald’s um die Ecke seinen Burger zahlen, indem der Kunde seine Karte auf ein Terminal legt. Die so genannte Near Field Communication erlaubt über eine kurze Distanz die Übertragung von Daten.
Die winzigen Chips, die für diese Technologie benötigt werden, können zum Beispiel in Karten oder Smartphones verbaut werden. Auch der Internetgigant Google stellte jüngst sein neues Bezahlsystem Wallet vor, wo das Android-Handys den Geldbeutel ersetzen soll. Immer mehr wird der Umgang mit Geld zu einem mobilen Thema, das sich längst nicht mehr aufhalten lässt. Einer Studie der Commerzbank zufolge, denkt bereits jeder zweite deutsche Bürger damit, dass die Bankinstitute im Zeitraum der nächsten zehn Jahre flächendeckend das so genannte Mobile Banking einführen. Den Kontostand überprüfen, Überweisungen oder Daueraufträge durchführen oder andere Transaktionen werden in Zukunft über den PC oder das Handy erledigt.
Nur noch in speziellen Fällen oder bei der gewünschten Beratung kommen die Kunden in die Bankfiliale. Mit der schnell voranschreitenden Digitalisierung dürfte auch das Ende der TAN-Listen vorprogrammiert sein, welche für die Autorisierung von Transaktionen wie beispielsweise Überweisungen notwendig sind. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt nutzen die meisten Bankkunden aus Österreich die mobilen TAN´s, welche man unkompliziert per SMS übermitteln kann. Eine weitere Möglichkeit ist der chipTAN, wofür man einen Miniatur-Computer benötigt, der wiederum einen Code für sämtliche Transaktion erzeugt.