Rohstoffpreise schwanken
Die unterschiedlichen Konjunkturentwicklungen sowie das ständige Gelddrucken der Notenbanken und die Nachwirkungen der Finanzkrise beeinflussen die Rohstoffpreise und sorgen derzeit für unübliche Schwankungen auf den Märkten. Dies wirkt sich besonders auf das Rohöl aus, wo derzeit ein Barrel der europäischen Sorte Brent rund 20 Dollar teurer ist als die US- Sorte West Texas Intermediate. Jahrelang lag der Preis eines Barrels WTI wegen des niedrigeren Schwefelgehalts jedoch ein paar Dollar über dem Preis von Brent. Seit Ende vergangenen Jahres drehte sich das Blatt und die Sorte Brent verteuerte sich zunehmend, wofür es einige Gründe gibt. Da die Vereinigten Staaten von Amerika über extrem hohe Lagerbestände verfügen, wird ein zu starker Anstieg des WTI-Preises von vornherein verhindert. Daneben greifen die Investoren wegen der Unruhen in Nordafrika und des Krieges in Libyen vermehrt auf die Brent-Sorte zu. Sofern die Konjunktur in den USA durch neue Konjunkturprogramme jedoch wieder anzieht und sich parallel dazu der Libyenkrieg zu Ende neigt, dürfte es laut Experten wieder zu einer Angleichung der Preise kommen. Bei einem Zertifikat bedeutet eine Veränderung des Spreads von einem Dollar eine Veränderung des Kurses um zwei Dollar oder derzeit 1,42 Euro. Sobald nun zwischen WTI und Brent die Differenz steigt, klettert gleichzeitig auch der Kurs nach oben. Falls sich der Spread jedoch auf über 30 Dollar ausweiten sollte, kann es zum so genannten Knock-out kommen. In diesem Fall bekommen die Anleger einen Restwert erstattet, der wiederum von den Kursen des nächsten Tages sowie dem dann existierenden Wechselkurses abhängt.